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Zur Vorgeschichte
Im Sommer 2008 führte Kurt Gerwig mit Detlef Diskowski, dem Leiter des Referats Kindertagesbetreuung im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, ein Interview für den dritten Waldkindergartenfilm „Bäume, Bach und Bildungsplan" Danach fragte Herr Diskowski, „ob AV1 Zeit und Lust hätte, einen Informationsfilm über die Ausstattung von Krippen zu drehen. Ab 2013 wird es einen Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung für Kinder unter 3 geben und deshalb werden zukünftig immer mehr Krippen gebaut bzw. KiTas umgebaut werden". Er würde gern, „den Planern und Trägern hilfreiche Tipps dafür geben. Mit einem Film wäre das sicher sehr anschaulich zu machen", so die Vorüberlegungen von Detlef Diskowski. Kurt Gerwig, von AV1 hielt das für eine gute Idee und hatte auch große Lust, dieses Thema filmisch umzusetzen. Der Vorschlag Kornelia Schneider als Expertin für diesen Film zu gewinnen, kam ebenfalls von Herrn Diskowski und sollte sich als ein sehr guter heraus stellen.
Zur Expertin
Kornelia Schneider hat sich nach ihrer Ausbildung als Volks- und Realschullehrerin vom Unterrichten verabschiedet und sich seit Anfang der 70-er Jahre der Bildung von Kindern vor dem Schulalter gewidmet. Nachdem sie sich zunächst an Vorschulprojekten der Universität in Hamburg beteiligte und ein Sozialpädagogisches Zusatzstudium absolvierte, wendete sie sich der Forschung und zugleich dem Alter der ersten drei Jahre zu. Als Wissenschaftliche Referentin des Deutschen Jugendinstituts vertritt sie den Situationsansatz.
In all ihren Projekten hat sie sich mehr und mehr für die Perspektive der Kinder stark gemacht, sei es bei der Weiterentwicklung der Konzeptionen von Kindertageseinrichtungen, der Bau- und Raumgestaltung oder Rolle der Fachkräfte. Ihre Leidenschaft gilt dem Aufspüren von Bildungsprozessen in der frühen Kindheit, der Bedeutung von Peer-Beziehungen, Ko-Konstruktion und Konflikten unter Kindern sowie der Entwicklung einer Kleinstkindpädagogik. Hier der Link zur Internetseite von Kornelia Schneider.
Zum Autor
Kurt Gerwig ist Produzent sowie Autor des „Krippenfilmes". Er ist Inhaber von AV1 und produziert seit 1986 Auftragsfilme für Wirtschaft und Industrie. Parallel dazu realisiert er auch immer wieder Eigenproduktionen über Themen aus dem sozialen Bereich. Dort bringt er sein Know-How als Dipl. Sozialpädagoge mit 10-jähriger Praxiserfahrung im Bereich Kinder- und Jugendarbeit ein. Mit den Waldkindergartenfilmen 1 + 2 hat er die „Waldkindergarten-Bewegung" ganz wesentlich mit voran gebracht. Inzwischen werden die Filme weltweit nachgefragt. Seine Hoffnung ist, dass der „Krippenfilm" genauso erfolgreich werden wird.
Zur Zielsetzung
Was muss eine Krippe bieten, damit sie wirklich Lebensraum und Bildungsort für Kinder ist und nicht nur ein Ort der Aufbewahrung? Das ist die zentrale Frage für diesen Film.
Seine Zielsetzung lautet deshalb, Planern, Trägern und Betreibern von Krippen, sowie dem pädagogischen Personal hilfreiche, Tipps und Anregungen zu geben, um Räume und deren Ausstattung für die Bedürfnisse von Kindern unter 3 zu optimieren, ganz gleich ob es sich dabei um den Neubau einer Krippe oder die Umgestaltung einer bereits bestehenden KiTa handelt. Dies erscheint um so notwendiger, weil planen und bauen für K l e i n kinder in unserer Architekturgeschichte immer noch eine sehr junge Aufgabenstellung ist und es bislang nur wenig „archetypische" Grundmuster von Krippen gibt, die als richtungsweisend gelten können.
Zu den Dreharbeiten
Die Vorschläge für die KiTas, in denen die Aufnahmen für diesen Film gemacht werden sollten, kamen von Ralf Kohlberger, einem Mitarbeiter von Detlef Diskowski im Referat Kindertagesbetreuung im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg.
Im Zuge der Recherche hat Kurt Gerwig dann sieben KiTas in Hamburg und im Berliner Raum besucht und Vorgespräche mit dem/n Leiter/innen geführt. Alle KiTas waren bestens geeignet für die filmische Umsetzung des Themas. Allerdings konnte nicht in allen KiTas gefilmt und deshalb musste eine Auswahl getroffen werden. In der Woche vom 17. bis 21. November sollte ursprünglich in fünf KiTas gedreht werden. Da aber am vierten Drehtag nahezu das gesamte Kamerateam an einem Magen- und Darm-Virus litt, konnte der letzte Dreh in der KiTa im Virchow-Klinikum in Berlin mit Rücksicht auf die Kinder dort leider nicht mehr statt finden. Das Team hatte aber bis dahin bereits soviel schöne Motive im „Kasten", dass dieser Drehtag nicht mehr zwingend „nachgeholt" werden musste.
„Kinder zu filmen ist nicht einfach", so Kameramann und Autor Kurt Gerwig, „denn man kann nichts inszenieren, sondern muss die Motive nehmen, die die Kinder „anbieten". Da heißt es abwarten und ganz viel drehen, bis man das bekommt, was man braucht, um bestimmte Aussagen illustrieren zu können. Mit einem Dreh nach Drehbuch, in dem genau steht, was in Bilder umzusetzen ist, ist das nicht zu vergleichen. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht, mit den Kindern zusammen zu arbeiten, denn ihre Spontaneität und Authentizität ist ungemein ansteckend und motivierend".
„Für die Kinder waren die Dreharbeiten in den Krippen kein Problem," bestätigt Jens Isbaner, bei den Dreharbeiten zuständig für Ton und Licht. „Zu Beginn haben wir immer ein kleines „warming-up" gemacht. Da haben wir uns mit den Kindern und die sich mit unserer Kamera beschäftigt und ihre Neugier gestillt. Doch bereits nach ca. 10 Minuten hatten die Kinder die Kamera „vergessen". Danach haben sie sich völlig ungezwungen und natürlich verhalten".
Auch Wencke Gerwig, die Assistentin war begeistert: „Ich bin auch Sozialpädagogin. Trotzdem war es für mich total spannend zu erleben, inwieweit das Verhalten der Kinder tatsächlich von der Art und Ausstattung der Räume beeinflusst wird. Besonders die Atmosphäre in der KiTa Tornquiststr., in Hamburg hat mich sehr beeindruckt."
Bei den Dreharbeiten war die Zusammenarbeit mit den KiTas durchgängig von einer hohen Kooperationsbereitschaft geprägt. Alle Leiter/innen waren bestens vorbereitet und sehr motiviert. Nur so war es möglich derart aussagekräftige Motive „einzufangen". 
| Torsten Lübke Leiter KiTa Tornquiststr., Hamburg | Kerstin Hendler Leiterin KiTa "Storchennest", Potsdam | Elfriede Koch Leiterin KiTa Hermannstal, Hamburg | Marina Kussatz, stv. Leiterin KiTa "Kleine Strolche", Woltersdorf |
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