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Pressematerialien

Zur Vorgeschichte

Seit 2004 läuft am Deutschen Jugendinstitut (DJI) das Projekt „Bildungs- und Lerngeschichten als Instrument zur Konkretisierung und Umsetzung des Bildungsauftrags im Elementarbereich" (mehr Infos dazu hier), um die in Neuseeland von Margaret Carr entwickelte Methode der „learning stories" auch in Deutschland einzuführen. Das Buch dazu („Bildungs- und Lerngeschichten" - 2. Aufl.: ISBN-13: 9783937785677) ist bereits seit einiger Zeit verfügbar. Was dem Projekt-Team noch fehlte, war eine audio-visuelle Ergänzung, die Grundlagen, Praxiserfahrungen und Anregungen in bewegten Bilder anschaulich vermittelt. Genau das soll der Film leisten, so Dr. Hans Rudolf Leu, der Projektleiter.

 


Zur Zielsetzung

„Der Film soll die wesentlichen Elemente der „Bildungs- und Lerngeschichten" in guter Praxis veranschaulichen und dabei die elementaren Grundgedanken des Ansatzes verdeutlichen. Er soll die Fachkräfte in Kindertagesstätten unterstützen, Lernschritte von Kindern zu erkennen und gezielt zu fördern. Das pädagogische Personal soll zudem motiviert werden, die Herausforderung einer neuen Sicht- und Arbeitsweise anzunehmen, indem es die durch den Film aufgezeigten Lösungen in der eigenen Praxis anwendet. Der Film muss daher nicht nur nüchterne Inhalte, sondern nach Möglichkeit auch die moderne pädagogische Haltung, die hinter dem Konzept steht, transportieren. Dabei soll er das Buch ergänzen, jedoch nicht ersetzen", so Benjamin Musketa vom DJI-Projekt-Team in Halle.


Zu den Inhalten

Das DJI-Team wollte einen Film, der zeigt, wie Kinder im Alltag einer Kindertageseinrichtung beim Spielen bzw. Lernen beobachtet werden und wie die Auswertung dieser Beobachtungen funktioniert. Aufgezeigt werden soll auch, wie sich die Fachkräfte daraufhin mit dem Kind, seinen Eltern und den Kolleginnen darüber austauschen und die festgestellten Lernschritte des Kindes dokumentieren.

Da das Verfahren der „Bildungs- und Lerngeschichten" in den verschiedensten Einrichtungen für Kinder unterschiedlichen Alters einsetzbar ist und auch die spezifischen Besonderheiten in einzelnen Bereichen thematisiert werden sollten, wurden Filmaufnahmen und Interviews in mehreren Kindertagesstätten, in einem Hort und in einer Tagespflegegruppe gemacht.

Zudem gibt es ein Interview mit Prof. Dr. Dörte Weltzien, die in einer mehrjährigen wissenschaftlichen Untersuchung der Frage nachgegangen ist, wie sich die Wahrnehmung kindlicher Interessen, Dialogbereitschaft und Partizipation entwickeln, wenn Fachkräfte eine gestützte Einführung in das Verfahren der Bildungs- und Lerngeschichten erhalten und sie dieses Verfahren in der Praxis kompetent und systematisch anwenden.




Zur fachlichen Begleitung

Das DJI-Projekt-Team befasst sich seit 2004 intensiv und wissenschaftlich mit den Bildungs- und Lerngeschichten. Deshalb war es nur logisch, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Halle und München sowohl die Entwicklung der redaktionellen Inhalte, als auch die filmische Umsetzung (Dreh und Schnitt) fachlich begleiteten. „Als Produzent des Filmes kann ich sagen, dass war eine enge und sehr gute Zusammenarbeit", so gut Kurt Gerwig von AV1.


Katja Flämig
Deutsches Jugendinstitut e.V., Halle
Fabian Kleeberger
Deutsches Jugendinstitut e.V., München
Yvonne Frankenstein
Deutsches Jugendinstitut e.V., München
Benjamin Musketa
Deutsches Jugendinstitut e.V., Halle
Steffi Wolf
Deutsches Jugendinstitut e.V., München

 

Zum Autor

Kurt Gerwig ist Produzent sowie Autor des „Lerngeschichtenfilmes". Er ist Inhaber von AV1 und produziert seit 1986 Auftragsfilme für Wirtschaft und Industrie. Parallel dazu folgt er seiner Leidenschaft und realisiert auch immer wieder Eigenproduktionen über Themen aus dem sozialen Bereich. Dort bringt er sein Know-How als Dipl. Sozialpädagoge mit 10-jähriger Praxiserfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit ein. Mit den Waldkindergartenfilmen 1 + 2 hat er die „Waldkindergarten-Bewegung" ganz wesentlich mit voran gebracht. Inzwischen werden die Filme weltweit nachgefragt. Und mit dem „Krippenfilm" wurde erst Anfang des Jahres 2009 ein neuer und erfolgreicher Film über die "Kleinkindgerechte Neu- oder Umgestaltung von KiTas" heraus gegeben.


Zur Förderung / Finanzierung

Die DVD-Produktion wurde gefördert durch die Aktion Mensch.

Ein weiterer Teil der Produktionskosten wurde von AV1 Film + Multimedia durch Eigenmittel finanziert. Dafür hat AV1 alle Rechte am Film erhalten.

„Durch den exklusiven Eigenvertrieb werden wir nun versuchen, die von uns eingebrachten Aufwendungen zu amortisieren", so Kurt Gerwig.

Zu den Dreharbeiten

Gedreht wurde in folgenden Einrichtungen:

  • "Kinderstübchen" in Cottbus (Tagespflege)

Sie wurden vom DJI-Projekt-Team ausgewählt und es stellte sich heraus, dass dies eine besonders gute Auswahl war, denn die Kooperation mit allen KiTas war hervorragend. Entsprechend gut sind die Aufnahmen und Interviews geworden. Es war ganz offensichtlich, wir hatten es überall mit sehr kompetenten Mitarbeiterinnen zu tun, die viel Erfahrung mit den Bildungs- und Lerngeschichten haben und eine Menge an wertvollen Inhalten „rüber bringen" konnten.

Die Leiterinnen der Einrichtungen:

Gerlinde Ries-Schemainda
Leiterin Kath. Kindertagesstätte St.Sebastian in Eppertshausen
Dana Lehmann
Leiterin Heilpädagogischer Kindergarten "Pusteblume" in Niesky
Ramona Fiebig
Leiterin Integrative KiTa "Knirpsenland" in Pirna
Monika Röhling
Leiterin KiTa Kasernenstraße in Braunschweig
Bettina Franke
Leiterin "Kinderstübchen" in Cottbus(Tagespflege)

 

Auch bei diesem Film konnte, ähnlich wie beim „Krippenfilm", wieder nichts gestellt werden. Wir waren deshalb sehr gespannt, was die Kinder uns an Szenen „anbieten" würden. Doch unsere Erwartungen wurden übertroffen. Die Kinder waren „Spitze", haben sich weitgehend natürlich verhalten und all die Motive geboten, die wir benötigten, um die fachlichen Inhalte anschaulich illustrieren zu können. Der Film zeigt es ganz deutlich. Allen Beteiligten, insbesondere den Kindern gilt unser herzlichster Dank.